BURGRUINE AGGSTEIN
Am rechten Donauufer der Wachau liegt die gut erhaltene Burgruine Aggstein.
Ein Ausflug zur Burgruine ist ein Erlebnis. Sie erkunden die malerische Ruine und genießen von hoch oben einen traumhaften Ausblick über die Donau.
Ursprünglich wurde die Burg Aggstein um 1100 von den Kuenringern zum Schutz der durch das Donautal reisenden Kaufleute errichtet. Manegold von Aggstein war Namensgeber für die Burganlage hoch über der Donau.
In den folgenden 300 Jahren wurde sie mehrmals zerstört und wieder aufgebaut. 1429 bis 1436 wurde sie von Jörg Scheck von Wald ausgebaut. Scheck vom Wald verfiel bald dem Raubrittertum und plünderte mit Vorliebe Frachtschiffe, die Donau abwärts reisten. Wegen seinen Grausamkeiten nannte man ihn schließlich nur mehr "Schreckenwald".
Das Meiste, was heute noch von der Burg zu sehen ist, stammt aus dieser Epoche, so zB. auch das "Rosengärtlein". Eine Sage rankt sich um diesen 4m breiten und 10m langen Felsvorsprung. Im Zuge seiner Schreckensherrschaft soll dort der skrupellose Scheck von Wald seine Gefangenen ausgesetzt und verhungern oder in die Tiefe springen haben lassen.
Als der Verfall der Burg nicht mehr aufzuhalten war, verwendete man Steine
und Gebälk zum Aufbau vom Kloster Langegg. Von der ehemaligen Hochburg sind noch
Reste des dreistöckigen Frauenturms und des Palasts erhalten.
Aber selbst die Reste der einst imposanten Burganlage mit den hoch in den Himmel
ragenden Steinwänden beeindrucken Besucher heute noch. Auf hölzernen Stiegen
können die beiden Türme der Burg erstiegen werden.
Seit der kürzlich
vollendeten Sanierung der Burgruine Aggstein
stehen Besuchern einige neue Attraktionen offen:
Aussichtsplattformen, Informations- und Erlebnisstationen, ein Themenrundweg in
der Ruine (der einen ausführlichen Einblick ins mittelalterliche Leben und
Treiben gewährt), der neu gestaltete Eingangsbereich, ein Rittersaal sowie
bessere Orientierungs- und Leitsysteme.
